Denkzeug
Denkzeug ist »Denk-Werkzeug«, und genau darum geht es hier. Software wird gern verdinglicht, statt sie als 'brauchbares' (im Sinne von 'halbfestes') Zwischenresultat eines umfassenderen kognitiven Prozesses anzusehen, ...
... so wie das etwa Edwin Hutchins in »Cognition in the Wild« beschreibt. Nun, bei Hutchins geht es um Schiffsnavigation und das kognitive System, das aus dem Schiff, der Besatzung und ihren Instrumenten besteht.
(Das Logo zeigt einen Astrolabe, ein von Hutchins geschätztes Beispiel eines »Denkzeugs«.)
In den meisten kulturellen Angelegenheiten ist ein »position fix« ungleich komplexer, schon gar wenn das WWW (als Hybrid aus menschlicher und algorithmischer Interaktion) zum verfügbaren Instrumentarium gehört. Der iconoclash exhibition browser ist ein Versuch, dem Benutzer im Bild/Text-Hyperraum einer Ausstellung einen solchen »position fix« zu ermöglichen.
Das führt direkt zu Semantik, Ontologien und Wissensmanagement (hier meine Linksammlung dazu) - aber Achtung: immer im Fluß bleiben. Das Mittelalter ist vorbei und mit ihm die scholastische »Top-Down-Architektur«!
Hier sind noch ein paar andere Projekte (in meinem ZKM-Weblog, Denkzeug und Klangzeug und anderes Zeug), aber dem Ziel des »fließenden« Position Fix in kulturellen Dingen versucht schließlich Muse-Net nahezukommen -> da lang (um mal ein Beispiel zu zeigen).
Wie Körper, Symbol, Metapher, Sprache, Hypertext zusammenhängen, versuche(!) ich im Forschungswiki zu klären.
Und hier gehts zum Denkzeug Blog, der im Augenblick etwas politisch daherkommt, aber was solls. Muß auch mal sein.